Herbstlicher Stadtwald

Natur, Bewirtschaftung und Historie

Der Stadtwald gilt als grüne Lunge Fürths, aber auch vor ihm macht der Klimawandel nicht Halt. Heute befindet er sich im Umbruch.

Datenschutz­hinweis

Bei Nutzung werden Daten an YouTube übermittelt - Details in der Datenschutzerklärung

Die Entwicklung des Stadtwaldes

Herausforderungen und die aktuelle Situation

Der Stadtwald gilt als grüne Lunge Fürths, aber auch vor ihm macht der Klimawandel nicht Halt. Gerade unter dem trockenen Sommer 2022 hat der alte Baumbestand gelitten – deutlich wird: Der Stadtwald befindet sich im Umbruch.

Während früher das Verhältnis von Laub- und Nadelbäumen 60 zu 40 betrug, sind es perspektivisch 90 zu zehn. Dabei regelt die Natur vieles selbst. Im Schatten von 120 Jahre alten Kiefern mit teils kahlen Baumkronen gedeihen etwa junge Eichen, die allerdings nicht von Menschenhand gepflanzt wurden, sondern aus Eicheln wachsen, die Eichelhäher als Wintervorrat versteckt haben.

An einer anderen Stelle wiederum ersetzte das Stadtförsterei-Team einen 120 Jahre alten Fichtenbestand, der teilweise von Borkenkäfern befallen war, mit Esskastanien, die höheren Temperaturen und Trockenheit besser trotzen, säte Eicheln und pflanzte Kirschbaumsetzlinge oder andere Baumarten, die den Anforderungen des Klimawandels besser standhalten können.

Auch wenn die riesige Fläche im Fürther Westen vor allem dem Erholungszweck dient, kommt der Naturschutz nicht zu kurz. Daher werden nicht alle Kiefern und Fichten, die nicht mehr zu retten sind, gefällt, sondern viele bleiben als Totholz erhalten und bilden somit einen wichtigen Rückzugspunkt für Vögel und Insekten.

Konsequent verfolgt die Stadt bereits seit Jahren den Umbau vom “Steckerlaswald” zu einem klimatoleranten Mischwald. Dazu wurden neue Bäume gepflanzt, der Waldanteil in den vergangenen zehn Jahren um zehn weitere Hektar vergrößert und Waldstücke, die bisher von Privatpersonen bewirtschaftet wurden, sollen angekauft werden.

Eine bewegte Historie

In aller Kürze möchten wir Ihnen die Anfänge des Stadtwaldes, die auf das Jahr 50 000 v. Chr. zurückgehen, die wichtigsten Jahreszahlen und eine ganz besondere Sage rund um den Stadtwald vorstellen.