Bestände, Recherche und Forschung

Das Stadtarchiv bietet Informationen zu Recherche, Beständen und Nutzung archivarischer Quellen zur Stadtgeschichte und Verwaltung.

Bestände und Findmittel

Beständebeschreibung

Die Beständebeschreibung des Stadtarchivs Fürth dient als Orientierungshilfe und Leitfaden für Nutzerinnen und Nutzer des Archivs. Sie gibt einen Überblick darüber, welche Unterlagen im Archiv vorhanden sind und welchen Inhalt sie haben. Die einzelnen Bestände werden dabei nicht nur aufgelistet, sondern jeweils kurz erläutert, um ihre thematische Ausrichtung verständlich zu machen.

Zu jedem Bestand enthält die Beschreibung eine Kurzzusammenfassung mit zentralen Informationen. Dazu gehören die Provenienz, also die Herkunft der Unterlagen (auch als “Registraturbildner” bezeichnet), der inhaltliche Schwerpunkt, der zeitliche Umfang der Überlieferung (Laufzeit), der Umfang beziehungsweise die Anzahl der Archivalien sowie der Grad der Erschließung, das heißt, wie detailliert die Unterlagen bereits verzeichnet sind. Für die Bestellung der Archivalien und ihre wissenschaftliche Nutzung wird zudem die jeweilige Signatur oder Zitierweise angegeben, die in der Regel auch als Bestellangabe dient. Teilweise finden sich außerdem Hinweise auf thematisch verwandte oder ergänzende Bestände in anderen Archiven.

Die Angaben in der Beständebeschreibung sind jedoch nur als allgemeine Orientierung zu verstehen und erfolgen ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Genauigkeit. Eine Aufnahme eines Bestandes in das Inhaltsverzeichnis bedeutet nicht zwangsläufig, dass dieser bereits detailliert erschlossen ist. Darüber hinaus sind im Stadtarchiv Fürth an verschiedenen Stellen Überlieferungsverluste zu verzeichnen. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass sich weitere, bislang noch nicht identifizierte Bestände oder einzelne Dokumente im Archiv befinden.

Für einen tieferen Einblick in die einzelnen Bestände sind daher die jeweiligen Einzelfindbücher heranzuziehen, da diese eine detaillierte Beschreibung der vorhandenen Unterlagen enthalten.

Online-Recherche

Die Online-Recherche ist ein Hilfsmittel für die Benutzer und Benutzerinnen des Stadtarchivs Fürth, um sich vor ihrem Besuch bereits einen ersten Eindruck verschaffen zu können, ob zum gesuchten Thema Unterlagen vorliegen. 

Datenbanksuche

 Beständebeschreibung  zum Download (PDF)

Blick in die Bestände

  • Schwarzes Einband des Sterbebuchs Standesamt Stadeln 1964 bis 1966

    Personenstandsunterlagen

    Seit der Reform des Personenstandsrechtes zum 1. Januar 2009 werden Personenstandsbücher dem Stadtarchiv zur Aufbewahrung zugewiesen. Abgegeben werden Sterberegister, die älter als 30 Jahre, Eheregister, die älter als 80 Jahre und Geburtenregister, die älter als 110 Jahre sind.

    Infos zu Personenstandsunterlagen

     

  • Schwarz-weiße Linienzeichnung eines Hauses mit Garten und dekorativem Rahmen

    Das gräfliche Archiv

    Ein besonders wertvoller und prächtiger Schatz im Schloss Burgfarrnbach ist das Archiv der Grafen von Pückler-Limpurg. Das Stadtarchiv pflegt und verwaltet dieses wertvolle Kulturgut und macht es in Rücksprache mit der Graf von Pückler und Limpurg’schen Wohltätigkeitsstiftung der Forschung und interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Unterlagen sind nur mit Einschränkungen zugänglich und bedürfen einer Vorbestellung von zwei Wochen.

  • Ludig Erhard in Anzug und Krawatte sitzt an einem Schreibtisch und hält einen Stift in der rechten Hand

    Wertvolle Nachlässe

    Immer wieder erhält das Stadtarchiv Nachlässe Fürther Bürger. Manche sind von eher bescheidenem Umfang, andere von großer historischer und auch finanzieller Bedeutung. Unter anderem von Ludwig Erhard, Alfred Schwarzmann, dem Direktorium Ludwigseisenbahn, den Erben “Goldener Schwan”.

  • Historische Karte von 1747

    Historische Karte von Burg Farrenbach aus dem Jahr 1747

    Karten- und Plansammlung

    Eine umfassende Karten- und Plansammlung mit 500 Exemplaren aus unterschiedlichen Zeiträumen dokumentiert die Entwicklung und Ausdehnung der Stadt bis in die neueste Zeit. Vervollkommnet wird die Sammlung von einer Auflistung der Straßen und Plätze Fürths, die interessante Einblicke in die Geschichte einer sich verändernden Stadt gewährt.
     

  • Historische Straßenszene aus den 70er Jahren mit mehreren geparkten Autos und historischen Gebäuden im Hintergrund

    Fotosammlung

    Ein reicher Schatz von Fotografien zeugt vom lebendigen Geschehen innerhalb der Stadt Fürth. Porträts, Momentaufnahmen und Impressionen belegen bildhaft die historische Entwicklung der neueren Zeit. Insgesamt hält das Stadtarchiv etwa 85.000 bereits digitalisierte Aufnahmen in verschiedenen Sammlungen und Nachlässen vor. Viele weitere Fotosammlungen warten noch auf Inventarisierung und Digitalisierung.

  • Historische Postkarte mit dem Fürther Rathaus

    Postkartensammlung

    Eine reizvolle Postkarten-Sammlung von 1.500 verschiedenen Motiven zum Geschehen rund um die Stadt belegt eindrucksvoll den Status Fürths als “Denkmalstadt”. Die hohe Dichte erhaltener denkmalgeschützer Bauwerke ist bemerkenswert und zu Recht der Stolz der heutigen Bevölkerung.

  • Nahaufnahmen von Unterlagen und Schriftstücken

    Zeitgeschichtliche Sammlung

    Die Zeitgeschichtliche Sammlung ist chronologisch angelegt und befasst sich, nach verschiedenen Schlagworten geordnet, mit Themen der Stadtgeschichte, der Vor- und umliegenden Orte, Institutionen, Firmen und Vereine. Sie stützt sich auf Lokal- und Regionalzeitungen, die bis zum Jahr 1925 zurückreichen. Viele Historiker, aber auch Heimatforscher nutzen die Sammlungen für ihre unterschiedlichsten Belange und Publikationen.

    Eine weitere Abteilung der Städtischen Sammlungen befasst sich mit Lebensläufen berühmter Fürther Zeitgenossen, die beredtes Zeugnis für außergewöhnliche Leistungen im Dienste der Stadt.

  • Historisches Gemälde mit mehreren Personen in antiker Kleidung, eine zentrale Figur hält ein Schwert

    Grafik- und Gemäldesammlung

    Der Fürther Kaufmann Conrad Gebhardt (1791-1864) vermachte seiner Vaterstadt die Objekte, die er und sein Vater Johann Adam Gebhardt (1766-1838) zu ihren Lebzeiten zusammengetragen hatten. Dieses Vermächtnis bildete den Grundstock des Sammlungsgutes. Insgesamt vermachte Gebhardt der Stadt Fürth ca. 6.000 Kupferstiche, Zeichnungen, Lithographien und Holzschnitte sowie über 100 Gemälde vom Mittelalter bis etwa zum Jahr 1850.

    Im Laufe der Zeit kamen etliche Nachlässe und Schenkungen hinzu, die nicht nur einen bedeutenden historischen und kulturgeschichtlichen, sondern auch materiellen Wert darstellen.

    Informationen zur Gemäldesammlung

  • Nahaufnahme eines rechteckigen Metallteils mit vier Schrauben auf einer Holzoberfläche

    Ausstellungsobjekte

    Die circa 3000 dreidimensionalen Objekte von der frühzeitlichen Feldurne über Gegenstände des täglichen Lebens bis zu Handwerkzeugen der unterschiedlichen Manufakturen, die in Fürth ansässig waren. Besonders hervorzuheben sind Werkzeuge und Gegenstände aus dem Goldschlägerhandwerk, der Spiegelherstellung und der Brillenindustrie. Auch Neuerwerbungen und Objekte aus heutigen Nachlässen gehören zu den Beständen des Archivs.

Glossar