© Dieter Christoph
Waldgaststätte "Felsenkeller"
Der Felsenkeller wurde auf Vordermann gebracht. Das idyllische Einzeldenkmal hattte großen Sanierungsbedarf und wurde behutsam instandgesetzt werden. Im April 2026 feierte das beliebte Ausflugsziel Wiedeereröffnung.
Sanierung des Felsenkellers
© Dieter Christoph
Die Stadt Fürth erwarb im Jahr 2017 die Waldgaststätte “Felsenkeller” im Stadtteil Burgfarrnbach. Anschließend wurde das Objekt an eine externe Betreibergesellschaft verpachtet und unter dem Namen “Grüner Felsenkeller” gastronomisch genutzt.
Das idyllisch gelegene Einzeldenkmal wies jedoch einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Daher wurde es unter besonderer Berücksichtigung von Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit sowie im Einklang mit Denkmal- und Naturschutz behutsam instand gesetzt. Mitte 2023 erteilte der Stadtrat hierfür grünes Licht. Mit der Umsetzung wurde die Kulturstiftung Fürth beauftragt, während die Projektbetreuung seitens der Stadt durch die Gebäudewirtschaft im Baureferat erfolgte.
Im Zuge der Maßnahmen wurde der Dachstuhl instand gesetzt, statisch ertüchtigt und aufgrund von Holzschädlingen mittels eines thermischen Verfahrens behandelt. Darüber hinaus erfolgte eine Sanierung des Sandsteinmauerwerks.
Das Erdgeschoss wurde vollständig entkernt und brandschutztechnisch von den oberen Geschossen getrennt. Dabei kam ein sogenanntes “Haus-im-Haus-Konzept” zum Einsatz, bei dem die neue Konstruktion mit Abstand zum bestehenden Außenmauerwerk errichtet wurde, sodass ein Wartungsumgang entsteht. In diesem Zuge wurden ein Gastraum, Lagerflächen, Technikräume, Kühl- und Sanitärbereiche sowie ein Pausen- und Umkleideraum, eine Küche und eine Spülküche geschaffen. Die Innenräume wurden vollständig neu gestaltet und die gesamte Haustechnik grundlegend erneuert.
Pünktlich zum Start der Biergartensaison im April 2026 wurde die Gaststätte wiedereröffnet.
Lage und Geschichte
Die Waldgaststätte “Grüner Felsenkeller” (Sperberstraße 199) liegt im Stadtwald und ist ein alteingesessenes beliebtes Ausflugsziel mit großer Freischankfläche. Ursprünglich wurde das Gebäude 1863 als Hopfenlager und Hopfentrocknungshalle errichtet. Heute ist die Gaststätte mit seinem historischen Umfeld ein Denkmal von nationaler Bedeutung.
Kosten und Förderung
Die Kosten liegen aktuell bei knapp drei Millionen Euro. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stellt eine Förderung von bis zu 1,25 Millionen Euro in Aussicht. Die Mittel wurden durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags etatisiert.
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