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Auszeichnung für Fürther Fassaden-Juwelen

Die Stadt Fürth hat drei vorbildliche Fassadensanierungen mit Urkunden und einer Anerkennungsprämie von je 5000 Euro gewürdigt. 

Oberbürgermeister Thomas Jung dankte den Eigentümern der drei Häuser für deren “außerordentliches Engagement“, mit dem sie zur nachhaltigen Verschönerung des Stadtbildes beitragen. Die Auszeichnung sei deshalb auch ”ein Zeichen der Wertschätzung.“

Ein Preis ging an Christoph und Birgit Kuhnle, die vor zirka zehn Jahren die “Winkler’sche Villa“ in der Königstraße 139 erwarben. Das Juwelier-Ehepaar hat das 1857 erbaute, denkmalgeschützte Gebäude innen und außen komplett saniert. Vor allem die Innenräume mit ihren originalen Stuckdecken, Vertäfelungen oder den Textiltapeten mit verschiedenen Motiven zeugen von der einst großbürgerlichen Wohnkultur. ”Ein glanzvolles Juwel“, das seinesgleichen sucht, urteilte Jung.

Gelungen ist auch die Fassadensanierung der Apotheke zur Grünen Schlange der Familie Kimberger in Burgfarrnbach, Wohnhaus mit Apotheke. Der zweigeschossige, etwa 1909 gebaute Gruppenbau mit Walm-, Halbwalm- und Satteldach sowie Sandsteinerd- und verputztem Obergeschoss erstrahlt im neuen Glanz. Hervorstechend auch der straßenseitige Fassadenerker und das Zwerchhaus mit Schweifgiebel.

Prämiert worden ist zudem das 1857 erbaute, dreigeschossige spätklassizistische Vorderhaus mit Hofgebäude in der Helmstraße 6. Der traufseitige Sandsteinquaderbau mit Satteldach und verschiefertem Zwerchhaus wurde von Walter Blümlein nach und nach vorbildlich saniert.

Eine Auszeichnung, allerdings ohne Geldprämie, erhielt zudem die in der Maistraße 18 stehende, um 1912 erbaute Krautheimer Krippe. Der zweigeschossige Putzbau mit Walmdach und Sandsteineckrustika, viersäuligem Eingangsvorbau und seitlichem Treppenturm mit Zwiebeldach wurde einst von Nathan und Martha Krautheimer gestiftet. Heute beherbergt das Gebäude eine Außenstelle des Jüdischen Museums Franken, zudem werden Räumlichkeiten auch vom nahen Helene-Lange-Gymnasium genutzt.

Die Auszeichnungen sollen auch andere Hausbesitzer veranlassen, ihren Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes zu leisten.

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