Umwelt, Aktuelle News

Betreutes Wohnen für die Fürther Stadttauben

Foto des Taubenhauses aus Holz.

Das erste Fürther Taubenhaus steht in der Gartenstraße und sorgt für eine nachhaltige Regulierung der Population. Es bietet Platz für bis zu 70 Vögel.

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Fürth (WBG) hat in der Fürther Innenstadt das erste betreute Taubenhaus realisiert.

Tauben gehören zwar zum Stadtbild einer jeden Großstadt, doch sorgt deren unkontrollierte Vermehrung und die Verschmutzung durch Kot seit Jahren immer wieder für Diskussionen. “Das Thema polarisiert ungemein”, weiß Oberbürgermeister Thomas Jung. Umso mehr freut es ihn, dass mit dem Taubenhaus ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan wurde.

Lange habe man nach einem geeigneten Standort gesucht, nunmehr wurde in einem WBG-Wohngebäude unweit des Rathauses das Taubenhaus für rund 70 Vögel errichtet. Der Dachboden wurde mit Holzplatten verkleidet, mit Regalfächern für Nistplätze ausgestattet und die Gaube mit Einfluglöchern versehen. Wasserleitungen, Stromanschluss, Tränken, Futterspender und Reinigungsmaterialien sorgen für hygienische Standards.

Zur schnellen Besiedelung werden sogenannte Locktauben eingesetzt, die den anderen Tieren den Weg ins neue Zuhause zeigen sollen.

Betreut wird die Taubenunterkunft ehrenamtlich von der durch Laura Kroiß und ihrer Mutter Susanne vor einigen Jahren ins Leben gerufenen Stadttaubenhilfe. Sie sorgen auch für eine nachhaltige Regulierung der Population. Dabei werden Taubeneier aus dem Nest entfernt und durch Gipsattrappen ersetzt. Dies wird ebenso wie die benötigte Futtermenge genau dokumentiert. Unterstützung finden die beiden Frauen auch von der WBG-Mitarbeiterin Karin Heffner, für die das Taubenhaus auch eine Herzensangelegenheit ist.

Die WGB werde nun beobachten, ob und wie die Nistplätze angenommen werden, erklärte Rolf Perlhofer. Denn auch in anderen Stadtteilen gebe es Probleme mit Tauben, so der WBG-Geschäftsführer. Bei einer positiven Entwicklung in der Innenstadt wären weitere Taubenhäuser an anderer Stelle denkbar. “Es ist das erste, aber nicht unbedingt das letzte”, ergänzt WBG-Aufsichtsratsvorsitzender Sepp Körbl.

Zurück

Seite teilen: