Ein Panakustikon ist ein im 17. Jahrhundert vom Universalgelehrten Athanasius Kircher entwickeltes Vorgängermodell des modernen Mikrofons oder der Gegensprechanlage. Es beruht auf dem Sender-Empfänger-Prinzip.
Für das Neue Rundfunkmuseum Fürth – Haus des Hörens planen Kühne und Rissland zwei interaktive, miteinander koppelbare Hörstationen auf dem Turm des Museums und in der Nähe des Eingangs. Die auf dem Turm befindliche Skulptur fängt Klänge aus der Stadt ein und sendet sie in das Museumsinnere, wo sie der Besucher hören kann. Die in der Nähe des Eingangs platzierte Skulptur dagegen fängt die Klänge der Umgebung ein und gibt sie auch direkt an die Umgebung ab.
Die Begründung der Jury: Mit den beiden Skulpturen werde eine historische Klangübertragungstechnologie architektonisch manifestiert und für jeden erlebbar und ausprobierbar gemacht. Sie böten zudem ein spannendes Erlebnis auch für wiederkehrende Besucherinnen und Besucher und sei identitätsstiftend für das neue Museum, das zukünftig seinen Schwerpunkt auf den Hörsinn des Menschen lege.
Eine Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist im Rahmen der Wiedereröffnung geplant. Das Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Kulturfonds Bayern, die Bayerische Landesstiftung, die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern sowie die Stadt Fürth.
Informationen zu den Künstlern gibt es unter Lukas Kühne und https://raumland.net/.