Finanzen, Bauen und Planen

Eine Milliarde für die Stadtentwicklung

“Ohne Baustellen kein Fortschritt.“ Bagger, Kräne und Co. seien, so Oberbürgermeister Thomas Jung, ein ”Zeichen für eine positive Stadtentwicklung, für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität. Rund eine Milliarde Euro fließt aktuell von Kommune und Privatinvestoren in verschiedenste Projekte der Bereiche Wohnen, Arbeit, Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheit und Klinikum, von denen er im Rahmen seiner diesjährigen Baustellentour der hiesigen Presse die bedeutendsten vorstellte.

Das Stadtoberhaupt spricht von "gigantischen Summen“ und nennt neben den beiden Vorzeigeprojekten im Schulbau, Helene-Lange- und Heinrich-Schliemann-Gymnasium, auch den Neubau des Klinikums. Allein diese drei Projekte verbuchen rund 480 Millionen Euro.

Im Bereich Wohnen wartet Jung mit ähnlichen Zahlen auf. Rund 230 Millionen Euro investiert die Firma P&P in das ehemalige Bahn-Areal parallel zur Hornschuch-Promenade. Mit der derzeit "größten, einzelnen Wohnbauinvestition der Nachkriegsgeschichte“, so Jung, entstehen in den nächsten Jahren 860 Wohnungen, ein Großteil für Studierende oder Pendler. Das Unternehmen Bayiko hat dort für knapp 51 Millionen mit 226 fertigen, bereits verkauften beziehungsweise vermieteten Wohnungen bereits vorgelegt.

In der Meckstraße stehen 100 geförderte Wohnungen der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim kurz vor der Fertigstellung. Ein wichtiges, knapp 35 Millionen Euro teures Wohnbauprojekt, lässt OB Jung wissen.

Fast gering nimmt sich hingegen die Investitionssumme von fünf Millionen Euro in die Kita an der Kapellenstraße aus. Doch sei die Maßnahme unerlässlich. "Die Stadt wächst und somit auch der Bedarf an Kinderbetreuung“, erklärt Thomas Jung. Schließlich soll in Fürth weiterhin jedem Kind ein Betreuungsplatz geboten werden.

In der Innenstadt wird derzeit das Woolworth-Gebäude an der Maxstraße revitalisiert. Künftig gehen hier Einzelhandel und Wohnen Hand in Hand, ein Trend, der immer sichtbarer wird. Auch im Einkaufszentrum Flair entstehen 60 Appartements.

War die Gebhardtstraße bis vor einigen Jahren noch Brachland, hat sich dort mittlerweile vielfältiges Gewerbe angesiedelt. Mit dem mehrgeschossigen Neubau zwischen Bahnhof-Center und Cineplex-Kino wird nun die letzte Baulücke geschlossen. Der erste Bauabschnitt umfasst die Augenklinik der Ober-Scharrer-Gruppe. Rund 60 Millionen Euro nehmen die Investoren in die Hand.

Etwas mehr als 100 Meter entfernt hat die weltweit agierende iba AG für 25 Millionen Euro einen modernen Neubau hochgezogen.

Ging die Bustour im Wesentlichen durch die Innenstadt verweist Oberbürgermeister Thomas Jung abschließend aber noch auf weitere Bauprojekte in anderen Stadtteilen wie etwa die Obdachlosenunterkunft in der Leyherstraße oder auf eine Maßnahme in der Holzstraße. Dort werden 43 einkommensorientiert geförderte Wohnungen gebaut werden. 

Größte und teuerste Baustelle der Kommune bleibt mit 200 Millionen das Modernisierungs- und Neubauprojekt am Klinikum, das im Frühjahr 2026 vollendet wird.

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