Vom 20. bis 27. Februar hatten junge Menschen unter 18 Jahren in Fürth die Möglichkeit, an der U18-Kommunalwahl teilzunehmen. Koordiniert und durchgeführt wurde die Wahl vom Stadtjugendring Fürth gemeinsam mit dem Fürther Jugendrat. Unterstützung erhielten sie von Schulen sowie zahlreichen Einrichtungen der kommunalen Jugendarbeit. Ziel war es, politische Beteiligung frühzeitig erlebbar zu machen und Kindern sowie Jugendlichen zu zeigen, dass ihre Meinung zählt – auch wenn sie offiziell noch nicht wahlberechtigt sind.
Im Vorfeld setzten sich die Jugendlichen intensiv mit Parteiprogrammen und kommunalpolitischen Themen auseinander. Fragen rund um Bildung, Freizeitangebote, Mobilität, Wohnen oder Klimaschutz standen dabei besonders im Fokus – also genau jene Themen, die ihren Alltag unmittelbar betreffen.
Klare politische Positionen bei jungen Menschen
Nun veröffentlichten die Organisatorinnen und Organisatoren die Ergebnisse. 1562 junge Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimme ab.
Bei der Stadtratswahl zeichnet sich ein klares Bild ab: Die SPD geht mit deutlichem Abstand als stärkste Kraft hervor. Mit 33,15 Prozent (24 764 Stimmen) liegt sie klar vor den weiteren Parteien. Auf dem zweiten Platz folgt Die Linke mit 22,32 Prozent (16 673 Stimmen). Dahinter reiht sich die AfD mit 12,19 Prozent (9107 Stimmen) ein. Die CSU erreicht 10,44 Prozent (7802 Stimmen), knapp vor den Grünen, die auf 9,69 Prozent (7242 Stimmen) kommen. Auch kleinere Parteien konnten beachtliche Ergebnisse erzielen: Gerade die Tierschutzpartei (TSP) erhielt bei ihrem ersten Antritt insgesamt 5,85 Prozent (4374 Stimmen). Die FDP kommt auf 3,83 Prozent (2862 Stimmen) und die Freien Wähler (FW) erreichen 2,52 Prozent (1885 Stimmen).
Deutlich eindeutiger fiel hingegen das Ergebnis bei der Wahl zum Oberbürgermeister aus. Während sich das Parteienspektrum insgesamt etwas breit verteilte, sprachen sich 56,07 Prozent der Teilnehmenden für den amtierenden Oberbürgermeister Thomas Jung aus; gefolgt von Niklas Haupt (Die Linke, 13,97 Prozent), Maximilian Ammon (CSU, 9,14 Prozent), Kamran Salimi (Grüne, 7,64 Prozent), Andreas Haas (AfD, 7,57 Prozent), Dominik Paslawski (FDP, 3,00 Prozent) und Heidi Lau (FW, 2,61 Prozent).