Lange Zeit dominierte in den meisten Fürther Waldgebieten der Anteil der Nadelbäume, doch seit Jahren setzt die Stadtförsterei auf einen Umbau, um Fürths grüne Lungen fit für den Klimawandel zu machen.
So werden nach und nach Bäume gepflanzt, die der Hitze und geringen Niederschlägen trotzen. Auf einem 1,7 Hektar großen Gelände im Mannhofer Wald, das die Stadt Fürth 2022 erworben hat und auf dem überwiegend Kiefern und Eichen stehen, pflanzen Stadtförster Martin Straußberger und sein Team in mehreren sogenannten “Inseln” insgesamt 500 Buchen und Esskastanien. “Die Kiefern, die jahrzehntelang nicht gepflegt worden sind, haben hier auf dem sandigen Boden keine Zukunft und wir müssen jedes Jahr viele Bäume fällen, weil sie kaputt sind”, erzählt Straußberger bei einem Rundgang mit Oberbürgermeister Thomas Jung. “Es ist zwar sehr schade, wenn Bäume, die den Wald prägen, sterben, aber es ist sehr weitsichtig, dass nun beim Pflanzen auf Sorten gesetzt wird, die mit den Klimaveränderungen und den jetzigen Bedingungen besser klarkommen”, so der OB.
Was übrigens nur wenige wissen: Bis ins 13. und 14. Jahrhundert waren es vor allem Laubbäume, die die Wälder prägten, erst später habe man auf Nadelgehölze gesetzt, erklärt der Stadtförster.