In der Silvesternacht 1850 war es endlich soweit: Zum ersten Mal ertönte laut und deutlich der dunkle, satte, kräftige Ton von drei schweren Bronzeglocken vom Rathausturm und verkündete, dass das Gebäude nach zehnjähriger Bauzeit fertiggestellt war. Von Beginn an hatte das neue markante Wahrzeichen eine besondere Bedeutung für die Fürtherinnen und Fürther, denn es verlieh dem Aufstieg Fürths zur Stadt Erster Klasse im Jahr 1818 nun einen weithin sichtbaren und markanten Ausdruck.
Daran hat sich bis heute – 175 Jahre später – nichts geändert. Denn es gibt in der Kleeblattstadt nur ein Gebäude, das für alle Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch für Auswärtige so für die Kleeblattstadt steht, wie das Rathaus. Daher haben wir zu seinem Geburtstag eine Broschüre herausgegeben, die sich ganz um dieses Bauwerk mit seinem dem Palazzo Vecchio in Florenz nachempfundenen Turm dreht.
Zu finden ist darin Historisches, Wissenswertes und Interessantes rund um das Fürther Rathaus und seine bewegte Geschichte. Zur Sprache kommen zum Beispiel die zehnjährige Nervenschlacht um den von einem damaligen Stararchitekten geleiteten Bau und der damit auch verbundene Historikerstreit, der in zum Ende des vergangenen Jahrhunderts entbrannte, das weitere Schicksal der oben genannten Bronzeglocken, die Rathauserweiterung ab 1899 und der historische Sitzungssaal, die zahlreichen Modernisierungen und Sanierungen.
Dazu gibt es Geschichten, die sich im, um und rund um das Rathaus begeben haben. Etwa die Feier des Bundesligaaufstiegs des Kleeblatts, die Entstehung des Begriffs "Bornkesseli", die Legende des Amtsschimmels oder die Kunst in den Rathausfluren.
Die 175-Jahre-Rathaus-Jubiläumsausgabe gibt es auch als Online-Ausgabe. Das Bürgermeister- und Presseamt wünscht viel Spaß bei der Lektüre.