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Übergangswohnheim geht in Betrieb

Dohnenaufnahme von oben auf den Gebäudekomplex mit Innenhof.

Die neue Obdachlosenunterkunft in der Leyher Straße mit 94 Plätzen für Menschen in Not.

Fürth stärkt seine soziale Infrastruktur: Die neue Obdachlosenunterkunft in der Leyher Straße mit 94 Plätzen für Menschen in Not ist nun bereit für den Bezug. Das über acht Millionen teure Gemeinschaftsprojekt der Stadt Fürth und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) ist damit trotz eines ambitionierten Zeit- und Kostenrahmens erfolgreich abgeschlossen.

"Dies war nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich", betont Rolf Perlhofer. Besonderes Augenmerk habe man auf Kosteneffizienz, Vandalismus-Sicherheit und die Suche nach sinnvollen Einsparpotential gelegt, so der WBG-Geschäftsführer. „Alles, was benötigt wird, ist vorhanden.“ So finden sich in der Einrichtung neben Einzelzimmern – hier teilen sich zwei Personen Küche und Bad – Notschlafplätze sowie barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohneinheiten, ferner Räumlichkeiten für die Verwaltung sowie den Sozialdienst und einen Multifunktionsraum. Auch das Thema Energieeffizienz spielte bei der Bauausführung eine wichtige Rolle: So sorgt eine Photovoltaikanlage für eine nachhaltige Stromversorgung. Flachdachbegrünung, Versickerungsmulden und Baumpflanzungen tragen zusätzlich zu Klimaschutz und Aufenthaltsqualität bei.

„Fürth zeigt damit, dass soziale Verantwortung und nachhaltiges Bauen im Kostenrahmen Hand in Hand gehen können, so Sozialreferent Benedikt Döhla“. Man habe mit der Einrichtung nicht nur dringend benötigte Unterkunftsmöglichkeiten für Menschen in akuter Not geschaffen, sondern auch einen Ort, an dem Sicherheit, Würde und Perspektive im Mittelpunkt stünden.

Oberbürgermeister Thomas Jung spricht bewusst von einem Übergangswohnheim und nicht von einer Obdachlosenunterkunft. „Wir helfen wohnungslosen Menschen die Zeit zu überbrücken, bis sie wieder eine Bleibe finden.“ Gerade im sozialen Bereich habe die Stadt mit dem Frauenhaus, dem Kinderschutzhaus und dem Familienzentrum Anlaufstellen für Menschen geschaffen, die Hilfe benötigen. Denn: „In Fürth wird niemand im Stich gelassen“, so sein Credo.

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