Vollsperrung der Zirndorfer Brücke ab 14. November — Maßnahme ist zum Schutz aller Verkehrsteilnehmenden unabwendbar
Die Zirndorfer Brücke ist sanierungsbedürftig und kann nur abgebrochen und neu gebaut werden. Dies ergab ein von der Stadt Fürth beauftragtes Gutachten. Zum Schutz aller Verkehrsteilnehmenden muss die Brücke deshalb ab Freitag, 14. November, im Laufe des Vormittags für den kompletten Verkehr gesperrt werden. Mit Blick auf den Einsturz der Dresdener Carolabrücke vor einem Jahr, muss jetzt sofort gehandelt werden. Der Schutz von Leib und Leben hat in diesem Fall absolute Priorität.
Ursprünglich war der Abbruch für Ende 2027 terminiert. Alle dafür notwendigen Maßnahmen wurden seitens der Stadt Fürth erfüllt. Es wird mit allen Kräften versucht, diesen Abbruch und den Neubau der Brücke so weit als möglich vorzuziehen. Derzeit laufen die Planungen für Abriss und Neubau auf Hochtouren.
Zuletzt war die Brücke nur eingeschränkt geöffnet. Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen durften sie passieren, schwere wurden aber umgeleitet, um die Belastung zu reduzieren. Doch trotz aller Maßnahmen wie etwa einer Höhenbegrenzung, Bodenschwellen oder zusätzlicher Piktogramme kam es unzählige Male zu Anfahrschäden mit nachfolgender Teilsperrung und Reparatur. Besonders dreiste Verkehrsteilnehmende haben sogar versucht, die Höhenbegrenzung auf der Gegenfahrbahn zu umfahren. Allein die Reparaturen schlugen bei der Stadt mit über 100 000 Euro zu Buche. Lediglich ein Teil konnte von den Verursachenden zurückgefordert werden.
Verbunden mit der eingeschränkten Öffnung der Brücke waren strenge Sicherheitsauflagen. Jährliche Bauwerksprüfungen und sogenannte Durchbiegungsmessungen wurden gemäß Handlungsanweisung durchgeführt und protokolliert. Auch eine Nachrechnung des Überbaus war erforderlich, um den Nachweis zu führen, ob das Bauwerk ohne Vorankündigung versagen könnte.
Das Ergebnis liegt nun vor: Die Zirndorfer Brücke weist kein ausreichendes Ankündigungsverhalten gemäß dem sogenannten Riss-vor-Bruch-Kriterium auf. Zudem zeigen neue Berechnungen, dass selbst die Belastung der Brücke durch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zu groß sein kann. So hat die Stadt Fürth keine andere Wahl, als die Brücke für den kompletten Verkehr zu sperren.
Bauwerksprüfungen und Durchbiegungsmessungen laufen trotz alledem weiter – und das auch in verkürzten Zeitintervallen. Zur Spannrissortung wird auf Basis einer Schalldetektion ein sensibles Monitoringsystem installiert. Nur so können weitere Verkehrseinschränkungen für den unter dem Bauwerk liegenden Verkehr auf der Südwest-Tangente im Bedarfsfall vermieden und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden.
Und so wird umgeleitet:
Motorisierter Verkehr:
Von der Verbindungsstraße West bzw. Zirndorf/Oberasbach kommend führt die Umleitung über die Straße Am Europakanal zur Breslauer Straße, dann über die Graf-Stauffenberg-Brücke zur Anschlussstelle Fürth-Fürberg auf die Südwesttangente. Fahrzeuge mit dem Ziel Dambach fahren über die Südwesttangente bis zur Anschlussstelle Fürth-Süd. Dort wechseln sie in Fahrtrichtung Landkreis und können an der Anschlussstelle Zirndorf abfahren.
Von Fürth Süd beziehungsweise Dambach kommend führt dies in umgekehrter Richtung auf der Südwesttangente bis zur Anschlussstelle Fürth-Fürberg, dort wieder über die Graf-Stauffenberg-Brücke und Breslauer Straße zur Straße Am Europakanal.
Leichtkraftfahrzeuge (Moped-Autos)
Diese können die Forsthausbrücke nutzen um den Main-Donau-Kanal sowie die Südwesttangente zu überqueren.
Der Fuß- und Radverkehr
Dieser wird parallel zur Rednitz über den Vestner Weg, den Kellerweg und dem Betriebsweg entlang des Main-Donau-Kanals geführt.
Die Stadt Fürth bittet alle Verkehrsteilnehmenden um größtes Verständnis.