Engagement und Ehrenamt, Aktuelle News

Zukunft-Gestalter und gelebtes Ehrenamt

Die Ausgezeichneten gemeinsam mit den Bürgermeistern Dietmar Helm, Markus Braun und Oberbürgermeister Thomas Jung im Sitzungssaal des Rathauses.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Zukunftspreises sowie des Ehrenzeichens auf einen Blick: OB Thomas Jung (Mitte), die Bürgermeister Dietmar Helm (li.) und Markus Braun (re.) sowie Eva Ramsauer von der Sparkasse Fürth (4. v. li.) und Stadtrat Max Ammon (5. v. re.) mit den Ausgezeichneten.

Mit dem Zukunftspreis würdigt die Stadt Fürth Menschen und Initiativen, die Verantwortung übernehmen und das gesellschaftliche Miteinander aktiv stärken. Oberbürgermeister Thomas Jung betonte bei einer Feierstunde im großen Rathaussaal, dass damit Engagement sichtbar werde, das oft leise geschehe, aber spürbare Wirkung entfalte – im Alltag und im Zusammenleben der Stadtgesellschaft.

Der Preis wurde vollständig von der Sparkasse Fürth finanziert und ist insgesamt mit 10 000 Euro dotiert.

Bernd Hunger erhielt 2500 Euro für sein langjähriges Engagement in der Fürther Obdachlosenhilfe. Er begleitet Menschen in schwierigen Lebenssituationen, organisiert Unterstützung und steht den Bewohnerinnen und Bewohnern von Übergangshäusern verlässlich zur Seite. Gewürdigt wurden insbesondere seine Kontinuität und sein respektvoller Umgang auf Augenhöhe.

Der Verein United Kiltrunners e.V. wurde mit 1750 Euro ausgezeichnet. Die Ehrenamtlichen ermöglichen kostenfreie Rikschafahrten für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen und fördern so die Teilhabe am Stadtleben. Zusätzlich engagiert sich der Verein im Arten- und Baumschutz und gestaltet insektenfreundliche Flächen im Stadtgebiet.

Unter dem Motto “ZUSAMMEN (H) ALT” setzt sich der Seniorenrat der Stadt Fürth für Begegnung und Teilhabe älterer Menschen ein. Viele Angebote sind kostenfrei oder niedrigschwellig zugänglich. Dafür erhielt das Gremium 1750 Euro.

Das Welthaus Fürth wurde mit 1500 Euro geehrt. Neben dem Fairen Handel vermittelt es globale Zusammenhänge sowie Themen wie nachhaltiges Wirtschaften praxisnah und mit lokalem Bezug.

Ebenfalls 1500 Euro gingen an den Förderverein Soziales Zentrum/Wärmestube. Der Verein organisiert unter anderem Museums- und Theaterbesuche für Menschen mit geringem Einkommen und schafft damit kulturelle Teilhabe und Gemeinschaft.

Der Verein Cool Tour Therapie e. V. erhielt 1000 Euro für das Projekt “Kultur in die Südstadt!”: In der nördlichen Südstadt ist ein offener Ort für Bildung, Kultur und Begegnung entstanden, der Menschen unabhängig von Alter oder Herkunft zusammenbringt.

Bereits zuvor waren zwei besondere Ehrungen im Mittelpunkt gestanden: OB Jung überreichte das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt an Birgit Bayer-Tersch und Bernd-Dieter Maschinski. 

Birgit Bayer-Tersch wurde für ihr langjähriges Wirken beim SV Fürth-Poppenreuth ausgezeichnet. Seit 1998 gehört sie der Vorstandschaft an, seit 2006 ist sie Schatzmeisterin. In einer Phase hoher Verschuldung und erheblichen Sanierungsbedarfs übernahm sie zentrale Verantwortung. Sie führte die Verhandlungen mit der finanzierenden Bank und entwickelte gemeinsam mit dem Vorstand ein tragfähiges Konzept zur Entschuldung. Heute ist der Verein wirtschaftlich stabil, die Perspektive schuldenfrei. Mit der Einrichtung der Kinderkrippe Knoblauchsland auf dem Vereinsgelände entstand zudem eine stark nachgefragte Betreuungseinrichtung. Seit 2000 engagiert sie sich außerdem als Übungsleiterin im Kinder- und Eltern-Kind-Turnen.

Bernd-Dieter Maschinski erhielt die Auszeichnung für sein jahrzehntelanges Engagement bei den Schachfreunden Fürth 1951 e. V.. Seit 1987 ist er dort ehrenamtlich aktiv und übernahm im Laufe der Jahre verschiedene Funktionen, darunter Schriftführer, Spielleiter sowie erster und zweiter Vorsitzender. In seine Amtszeit fiel die Umwandlung des Vereins in einen eingetragenen Verein, die er maßgeblich begleitete und organisatorisch absicherte. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Jugendarbeit. Er gewann junge Mitglieder, betreute sie kontinuierlich und arbeitete eng mit den Eltern zusammen.

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