© Stadtarchiv Fürth
Lorenz Strauch: Porträt einer Dame mit Rose
1628, Öl/ Holz, 51,0 x 37,0 cm. Städtische Sammlungen Fürth, Burgfarrnbach, X 855
Porträt einer Dame mit Rose, 1628, Öl/ Holz, 51,0 x 37,0 cm. Städtische Sammlungen Fürth, Burgfarrnbach, X 855
© Wolf-Dieter Mellmann
Der Nürnberger Maler Lorenz Strauch (1554-1630), vermutlich ein Schüler von Nikolaus Juvenell d. Ä., schuf zahlreiche Porträts von Mitgliedern des Nürnberger Patriziats, wobei er großen Wert auf die Wiedergabe von Stofflichkeit legte. Dies wird auch an dem in der Fürther Sammlung befindlichen Porträt aus dem Jahre 1628 spürbar, das eine Dame aus einer begüterten Nürnberger Familie im Gewand ihrer Zeit wiedergibt.
Bei dem Porträt handelt es sich um ein Bruststück, das die Dargestellte in der typischen Dreiviertelansicht, nach links gerichtet, zeigt. Das Mieder des bunt bedruckten Gewandes ist geknöpft und das am rechten Handgelenk sichtbare Hemd ist mit Spitze besetzt. Eine Halskrause isoliert das Haupt der Dame farblich von Körper und Gewand. Der Spitzenbesatz der Halskrause, wie auch die die Silhouette der Dargestellten verbreiternden Schulterblätter, passen kostümgeschichtlich in den vermutlichen Entstehungszeitraum des Gemäldes.
Das ovale Gesicht der porträtierten Dame weist zwischen dem Kinn und dem kleinen Mund ein Grübchen auf. Die Nase tritt markant hervor und mit großen dunklen Augen fixiert sie prüfend den Betrachter. Auf die schön geschwungenen Augenbrauen folgt eine hohe, gewölbte Stirn, die noch betont wird, da die dunklen Haare, straff zurückgekämmt, unter einer mit Perlen und Goldspitze besetzten Haube verborgen sind. Am Zeigefinger der rechten Hand trägt die Dame einen mit farbigen Steinen besetzten Ring und in der Hand hält sie eine im Aufblühen begriffene rosafarbene Rose.
Gerade die detaillierte Wiedergabe des prächtigen Gewandes und die Naturbeobachtung in den Porträtzügen und der Rosenblüte machen den Reiz dieses Porträts aus.